02/2026
Holzmarktbericht; Projekt „Bewusst sicher sein“; Betriebsbericht „Klimafitter Wald: anders gedacht“; Vielfalt gemeinsam sichtbar machen; Der Wald im Jahreskreis; Waldbrände – was muss man wissen?; Neue Wege der Waldbewirtschaftung; Porträt Magdalena Schweighofer; PEFC auf Erfolgsspur; Holzklopfer
Nach einem für die Forstwirtschaft relativ gut gelaufenem Winter, in dem in allen Regionen der Steiermark auf hohem Niveau produziert werden konnte, befinden wir uns in der alljährlichen „Frühjahrsdepression“ des Holzmarktes.
Leider ist heuer die Situation durch den Kriegsausbruch USA/Isreal/Iran und des Schneebruchereignisses in den südlicheren Landesteilen sowie dem Sturm Ende März zusätzlich erschwert. Jedes dieser Ereignisse kam plötzlich und unvorhersehbar. Es gibt in unserer Regionen weder einen Schuldigen für den Krieg, noch für die Schadenereignisse der Natur. Daher ist es nicht zielführend oder dienlich, wenn sich Mitarbeiter:innen oder Funktionär:innen des Waldverbandes beschimpfen lassen müssen, weil sich die Holzabfuhr verzögert. Ich kann euch versichern, dass wir derzeit mit Höchstmengen aus den Wäldern der Mitglieder rausfahren – in einer Zeit, wo andere Marktteilnehmer Einkaufsstopps haben oder nicht einmal telefonisch erreichbar sind!
Drei Dinge dazu: Erstens bitte ich um Geduld und Vertrauen. Wir haben für unsere Mitglieder noch jedes Jahr schwierige Marktlagen gemeistert. Zweitens sollte jedem Mitglied bewusst sein, dass wir in angespannten Situationen ausschließlich unsere treuen Mitglieder vorrangig bedienen und jene, die uns nur als „Resteverwerter“ sehen, werden nach hinten gereiht. Neumitglieder werden in solchen Situationen natürlich nicht aufgenommen. Drittens sollte man sich überlegen, ob die Haupterntezeit nicht in den Spätherbst verlegt werden kann. In diesem Zeitraum ist tendenziell eine gute Nachfrage nach frischem Holz und die Abfuhr kann meist prompt erledigt werden.
Abschließend noch zu einem interessenspolitischen Erfolg: Ich war mit einer steirischen Delegation von Vertretern der Wertschöpfungskette Holz in Brüssel, bei der unter anderem auch LR Simone Schmiedtbauer, LR Willi Ehrenhöfer und Präsident Andreas Steinegger dabei gewesen sind. Durch das kraftvolle gemeinsame Auftreten von der Urproduktion über Industrie bis hin zur Forschung wurden wir von höchst namhaften Gesprächspartnern gehört und ernst genommen.
Unsere Kernbotschaft: Holz uneingeschränkt zu nutzen ist ein Beitrag, um unabhängiger zu werden und die Wertschöpfung in Europa zu behalten.
Euer
Paul Lang