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Waldverband aktuell 2/2021
29. April 2021
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Der Ansturm von Erholungshungrigen überrollt die Forstwirtschaft

Im gegenseitigen Respekt leben. Dass bei Waldbewirtschaftung und Erholung im Wald naturgemäß Gegensätze aufeinanderprallen, darf nicht verwundern. Die Öffnung der Wälder und die daraus mögliche Nutzung für Erholungsuchende und der Schutz des Eigentums, um dieses bewirtschaften zu können, passen eben nicht immer gut zusammen. Wir Waldbewirtschafter wissen sehr genau, dass die meisten Erholungsuchenden und Sportbegeisterten den Wald, das Eigentum und die Bewirtschaftung sehr wohl respektieren. Dass diesen ein gedeihliches Miteinander ein großes Anliegen ist. Diesen ist sicherlich auch bewusst, dass erst die Bewirtschaftung der Wälder Erholung möglich macht.
Paul-Josef Colloredo-Mannsfeld, Colloredo-Mannsfeld GmbH „Zur Bewahrung des zunehmend unter touristischem Druck stehenden Naturlebensraums braucht es kluge wie vorausschauende Lenkungs- und Aufklärungsmaßnahmen sowie eine unbedingt proaktive Auseinandersetzung mit diesem Thema durch die betroffenen Grundbesitzer. Aus Verantwortung gegenüber der bedrohten Artenvielfalt im hochsensiblen Alpenraum und künftigen Generationen.“ DDr. Veronika Grünschachner-Berger, Naturpark Sölktäler „Die Lebensräume sind begrenzt, Landflächen sind nicht vermehrbar. Wir Menschen müssen zur Kenntnis nehmen, dass daher auch Steigerungen der Freizeitnutzungen Grenzen haben müssen.“ Dr. Natalie Prüggler, KLAR! Zukunftsregion Ennstal „Kooperation ist der Schlüssel! Die KLAR! Zukunftsregion Ennstal bindet bei der Entwicklung und Umsetzung von Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen stets alle relevanten Akteure der Region mit ein. So können für alle Beteiligten zufriedenstellende Ergebnisse auch im Spannungsfeld Forstwirtschaft und Tourismus in Zeiten des Klimawandels erreicht werden.“