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Der steirische Wald

Mit einer Gesamtfläche von Rund 994.000 Hektar Wald - das sind rund 61% der Landesfläche und rund 1/4 der Gesamtwaldfläche Österreichs - ist die Steiermark das waldreichste heimische Bundesland. Daher resultiert der Begriff: das grüne Herz Österreichs...

Im Gebirgsland ist der Nadelbaumanteil von Natur aus hoch. Rund 11% der Wälder sind Laubwälder, 24% Mischwälder. Der Anteil der Laub- und Mischwälder konnte in den letzten Jahrzehnten beträchtlich gesteigert werden.

Weitere Diagramme und Grafiken aus Forst- und Holzwirtschaft finden Sie auf der Hompage von FPP (Forst Platte Papier) http://www.fpp.at



Was tut der Wald für uns?

Unser Nutzen

Die Wälder der Steiermark sorgen nicht nur für eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in der Forstwirtschaft, der Rohstoff Holz bildet darüberhinaus die Grundlage für die holzverarbeitenden Branchen: Sägeindustrie, Holzindustrie, Tischler, Zimmerer, Drexler, Papier- und Zellstoffindustrie, Span- und Faserplattenindustrie, Holzhändler und Frächter. Sie alle benötigen den natürlichen, nachwachsenden Rohstoff Holz.

Unser Schutz

Die steirischen Siedlungen und Verkehrswege werden jährlich von rund 2.500 Wildbächen und 800 Lawinen bedroht. Der Wald bietet hier einen sehr sicheren und im Vergleich zu technischen Verbauungen, kostengünstigen Schutz.

Unsere Wohlfahrt

Der Wald sorgt für Klimaausgleich, Regulierung des Wasserhaushaltes Lärmminderung sowie Reinigung und Erneuerung von Luft und Wasser. Bäume speichern bei ihrem Wachstum Kohlenstoff. Durch die Verwendung von Holzprodukten kann jeder zur CO2 Reduktion beitragen.

Unsere Erholung

Immer mehr Menschen finden im Wald jene Ruhe, Entspannung und Erholung, die sie als Ausgleich zum hektischen Alltag suchen. Der Reiz der natürlichen steirischen Waldlandschaft gewinnt nun auch im Tourismus immer mehr an Bedeutung.

Das Unternehmen Wald

Holz ist der wichtigste Rohstoff und gewinnt als Wirtschaftsfaktor vor allem im wirtschaftsschwachen ländlichen Raum zunehmend an Bedeutung. Die Nutzung ist ökologisch notwendig und ökonomisch sinnvoll. Und so wird der Wald zum größten steirischen Arbeitgeber: er sichert die Lebensgrundlage von 50.000 Menschen in unserem Bundesland. Weiteren 30.000 teilzeitbeschäftigten Bauern bietet der Wald ein Zusatzeinkommen. Mehr als 5.600 Betriebe der steirischen "Holzkette" erwirtschaften jährlich einen Produktionswert von ca 3,8 Milliarden Euro.

Ökologisch unbedenklich

Der natürliche Rohstoff Holz entsteht im Wald ohne jede Umweltbelastung. Ganz im Gegenteil: Bäume entziehen des Wachstums das Treibhausgas Kohlendioxid. Der Kohlenstoff bleibt bis zum Zerfall des Holzes durch Vermodern oder Verbrennen gespeichert. Durch den Einsatz von Holz kann zur Reduktion des Treibhausgaseffektes beigetragen werden.

Zur CO2 - Problematik:
Kohlendioxid ist mit 50% der Treibhausgase am Klimakollaps beteiligt. 1m3 Holz beinhaltet 250kg Kohlenstoff, das entspricht einer Menge von 950kg Kohlendioxid (CO2). Ein durchschnittliches Einfamilienhaus aus Holz speichert ca. 30.000kg CO2. 1to CO2 verursacht Umweltschäden für ca. 340€ (Quelle: Landesenergieverein Steiermark)

Zum Vergleich: CO2 Ausstoß für die Produktion verschiedener Baumaterialien: (Angaben in kg/m3)
Holz 16
Beton 120
Stahl 5.300
Alu 23.000



Unser Wald ist in guten Händen - nachhaltige Bewirtschaftung

Die steirischen Wälder sind zu rund 55% Kleinwaldbesitz mit weniger als 200ha Waldfläche, rund 35% entfallen auf Großwaldbesitzer und rund 10% gehören der Österreichischen Bundesforste AG.
Die Waldbesitzer sorgen durch die nachhaltige Bewirtschaftung für die dauerhafte Erhaltung der Wälder und einen kontinuierlichen Anstieg des Holzvorrates:

Jährlicher Holzzuwachs

7,8 Mio. Festmeter

Jährliche Ernte

5,4 Mio. Festmeter

Gesamtvorrat

267 Mio Festmeter

Die Waldfläche in der Steiermark nimmt jährlich um 1.000 Hektar zu.


Der Generationenvertrag

Wer Wald besitzt, hat einen Generationenvertrag der besonderen Art geschlossen: er verwertet Bäume, die seine Vorfahren vor hundert Jahren gepflanzt haben und er verjüngt den Wald und pflanzt Bäumchen, die seine Nachfahren in hundert Jahren nutzen werden. Die Waldbesitzer sind sich dieser Verantwortung sehr bewusst.
Daher wird der steirische Wald seit Jahrzehnten ökologisch nachhaltig bewirtschaftet. Das bedeutet, dass nicht mehr Holz entnommen wird, als im gleichen Zeitraum zuwächst. Die Ernte erfolgt kleinflächig, meist durch Einzelstammentnahme. Kahlschläge von mehr als einem halben Hektar sind behördlich bewilligungspflichtig; generell verboten sind Kahlschläge von mehr als 2ha.


Baum ist nicht gleich Baum...

Insgesamt wachsen in unserem heimischen Wald 26 verschiedene Baumarten. Der Holzvorrat wird auf Grund der klimatischen und geologischen Verhältnisse zu 87% von Nadelbäumen - vorherrschend ist hier die Fichte - und zu 13% von Laubbäumen gebildet. Der hohe Nadelholzanteil entspricht den natürlichen Gegebenheiten der Steiermark: ein Großteil der Wälder befindet sich in Höhenlagen, in denen Laubbäume natürlich nicht vorkommen.
Ein Vergleich von jungen und älteren Beständen zeigt, dass Laubbäume flächenmäßig zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies ist nicht zuletzt der Verdienst der modernen Forstwirtschaft, deren Augenmerk auf natürliche Artenvielfalt und Förderung von Mischbaumarten liegt.


Rohstoff ausreichend vorhanden

Jährlich wachsen 7,8 Mio. Festmeter zu, genutzt werden 5,4 Mio. Festmeter, somit bleiben rund 2,4 Mio. Festmeter Holz ungenutzt im Wald stehen.
Das heißt: unsere Rohstoffquelle Holz ist unerschöpflich, es gibt keine Versorgungsprobleme. Wir können mit ruhigem Gewissen mehr Holz verwenden, dadurch sichern wir Arbeitsplätze, schonen die Umwelt und erhöhen unsere eigene Lebensqualität, denn der Einsatz von Holz im eigenen Lebensraum ist ökologisch unbedenklich.


Jedem Steirer sein Bäumchen

Rein rechnerisch entfallen auf jeden EInwohner 0,5ha Wald; in Bäumen ausgedrückt fallen auf jeden Steirer 421 Bäume.


Von Graz bis Hamburg

würde ein Zug reichen, wenn man ihn mit dem im Wald bleibenden Holzvorrat beladen würde!


Zur Verdeutlichung der Zahlen

Ein Festmeter entspricht einem Würfel von 1m Länge, 1m Breite, 1m Höhe. Eine Fichte, die etwa 30m hoch ist und in Brusthöhe (1,30m) einen Durchmesser von 30cm hat, liefert ca 1fm Holz. Abhängig vom Standort erreicht eine Fichte diese Größe nach 35 bis 60 Jahre.

Der Österreichische Wald

Unser Bundesgebiet umfasst 8.390.000 Hektar, der Wald ist die grüne Hälfte Österreichs. Rund 47% unseres Bundesgebietes, das sind 3.924.000 Hektar sind mit Wald bedekt.

Nachhaltigkeit

Insgesamt stehen im Österreichischen Wald 988 Mio. Festmeter Holz, jährlich wachsen 27,3 Mio Festmeter zu. Geerntet werden nur 19,5 Mio. Festmeter. Die österreichsiche Waldfläche nimmt im Durchschnitt jährlich um 7.700 Hektar zu.

Österreichs Wald wächst und wächst...

Jede Sekunde kommt ein Kubikmeter Holz hinzu. Somit wächst - rein theoretisch - alle 30 Sekunden ein Holzhaus!
Ein anderer Vergleich:
Jährlich nimmt die österreichische Walfläche um 20km2 zu - das entspricht einer Fläche von 3.700 Fußballfeldern!


Wem gehört der Wald

Die österreichische Forstwirtschaft verfügt meist über Kleinstrukturen: rund 53% bewirtschaften weniger als 200ha Wald. Nur 29% der Forstbetriebe umfassen mehr als 200ha und 18% des Waldes stehen im öffentlichen Eigentum.


Baum ist nicht gleich Baum...

Im österreichischen Wald dominieren Nadelbäume, deren Anteil auf Grund der vielen Bergregionen schon von Natur aus entsprechend hoch ist. Der Anteil der Laub- und Mischwälder an der Gesamtwaldfläche hat sich in den letzten Jahrzehnten jedoch beständig erhöht.

Nadelwald: 65 Prozent
Mischwald: 24 Prozent
Laubwald: 11 Prozent


Vom Rohstoff zum Produkt

Von den geernteten 19,5 Mio. Festmeter Holz gehen 8 Mio. Festmeter in die Säge- und Holzverarbeitende Industrie, 4 Mio. Festmeter in die Papier- und Zellstoffindustrie, weitere 4 Mio. werden als Energieholz verwendet.
Der Rohstoff Holz wird zu 2/3 als Baustoff verwendet, 1/3 für andere Produkte wie zB für Papier oder ähnliche Produkte.

Das Unternehmen Wald

In Österreich leben rund 250.000 Menschen in der Forst- und Holzwirtschaft. Holz sichert das Einkommen von rund 135.000 Waldbesitzern mit mehr als 2ha Wald. Rund 10.000 Forstangestellte und -arbeiter sind im Wald beschäftigt. Der Rest verteilt sich auf die Tischler (44.000) Holzverarbeitende Industrie (27.200), Papier- und Zellstoffindustrie (10.300), Sägeindustrie (9.500), Zimmereien (8.700) und Holzhandel (5.100).
Insgesamt wurde ein Produktionswert von rund 13,5 Mrd. Schilling erwirtschaftet. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt beträgt ca. 5 Prozent, das sind 2,623 Mrd. Schilling.

Holz geht gern auf Reisen - Bilanz positiv

Der Außenhandel mit Holz und Holzprodukten bilanziert seit Jahren positiv (Exportüberschuss für Holzprodukte: 27,3Mrd. Schilling im Jahr 1998). Etwa 2/3 der in Österreich erzeugten Mengen an Schnittholz, Papier, Pappe, Span- und Faserplatten sowie anderen Holzprodukten werden exportiert und erwirtschaften mehr als 10% der gesamten österreichischen Exporteinnahmen.
Haupthandelspartner sind die Länder der EU
Holz aus Österreich erobert auch die asiatischen Märkte. Die Exporte von Schnitt- und Leimholz, Platten, Parketten, Möbel, Türen und Fenstern in den fernen Osten sind in den letzten Jahren rasant gestiegen.
Holz ist somit neben dem Tourismus der zweitgrößte Devisenbringer.



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