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   2006: Die Ulme

  

Nur selten finden sich geschlossene Bestände der Ulme. Eher findet man sie horstweise oder gar einzeln vor. Gerne siedelt sich die Ulme im Umfeld von Esche, Bergahorn oder in Schlucht- und Hangwäldern an. Berg- und Feldulme werden bis zu 40m hoch, die Flatterulme erreicht etwa 30m.

Die Bergulme

Standorte mit feinerdereichen, tiefgründigen und lockeren Böden bieten dieser Ulmenart gute Voraussetzungen. Die Halbschattbaumart bevorzugt ein luftfeuchtes Lokalklima und ist daher vor allem in Schlucht-, sowie schattigen Hangwäldern der Hügel- und Gebirgsstufe vertreten.

Die wärmeliebende Feldulme

Die Feldulme tritt als Licht- baumart an sonnigen Hängen, stellenweise auch an sonnigen Hügeln, vor allem aber in den Hartholzauen entlang der großen Fluss- und Stromtäler auf. Hervorragende Standorte bilden wechsel- feuchte und nährstoffreiche humose Lehm- und Ton- böden. Die Feldulme kann im Unterschied zur Bergulme reichlich Wurzelbrut bilden, aus der oft kleine, geschlossene, strauchartige Bestände hervorgehen.

Die anspruchsvolle Flatterulme

Als Edellaubbaumart findet sie ihr Optimum in hügeligen, sommerwarmen Lagen und wächst dort auf sickernassen, periodisch überfluteten, tiefgründigen, nährstoffreichen Lehm- und Tonböden. Die Flatterulme ist resistent gegen Spätfrost, jedoch sehr empfindlich gegenüber Frühfrost.


Die Ulme im Wandel der Zeit

Die Ulmen überstanden die letzte Eiszeit vor ungefähr 12.000 Jahren in wärmeren Refugien und bildeten danach gemeinsam mit den Eichen riesige Laubmischwälder. Am Beginn der "Eichen-Mischwald-Zeit" erreichte die Ulme ihr Ausbreitungsmaximum und wurde danach allmählich von anderen Schattbaumarten - im Besonderen von der Tanne wie auch von der Buche - zurückgedrängt.

Wirtschaftliche Nutzung - früher und heute

Während früher vor allem stark beanspruchte Gegegstände wie Waffen, Räder oder Glockenstühle wurden aus Ulmenholz gefertigt wurden oder es zum Brückenbau verwendet wurde, ist das zähe und druckfeste Holz der Ulme heute besonders beliebt für den Innenausbau - Parkett, Treppen, Wand- und Deckenverkleidungen. Aber auch etwa Musikinstrumente werden aus dem Ulmenholz gefertigt. Quelle: Kuratorium Wald

  

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