|
Plus 25 Prozent im ersten Quartal
Die aktuellen Vermarktungszahlen der Waldverbände zeigen einen eindeutig positiven Trend. Im ersten Quartal 2010 konnte mit einer gemeinschaftlich vermarkteten Holzmenge von rund 525.0000 Festmetern um knapp 25 Prozent mehr Holz als im Vergleichszeitraum des Vorjahres für die Mitglieder vermarktet werden. „Die Vermarktung in den ersten drei Monaten war dabei jedoch von einer krisenbedingten Verunsicherung über die zukünftige Marktentwicklung und einer allgemeinen Vorsicht im Einkauf durch die Holz verarbeitende Industrie geprägt. Wir hätten das sich bessernde Umfeld am Markt bei positiveren Signalen in den Vertragsgestaltungen wesentlich besser nutzen können", zeigt sich Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, überzeugt.
Steigende Vermarktungsmengen 2010
Die Mengensteigerung ist auch deshalb bemerkenswert, weil darin kaum Schadholz enthalten ist und eine deutliche Marktverbesserung erst im März eingetreten ist und Erntekapazitäten bereits im Herbst verstärkt in die zeit- und kostenintensive Durchforstung gelenkt wurden. In einzelnen Bundesländern hat zwar der harte Winter mit teilweise überdurchschnittlich hohen Schneemengen sowie spätem Schneefall die Holzernteaktivitäten gebremst, bei guten Bedingungen konnte in Einzelfällen sogar eine Verdoppelung der Vermarktungsmenge erzielt werden. „Die Verträge mit der Holz verarbeitenden Industrie wurden erfüllt, die klassische Winterschlägerung des bäuerlichen Kleinwaldes ist nun aber weitgehend abgeschlossen. Jene Waldbesitzer, die sich der Kompetenz der Waldverbände anvertrauen und ihr Holz über diese vermarkten, werden auch über den Sommer hinweg Holz auf den Markt bringen. Vor allem die zeitgerechte Aufarbeitung von frisch vom Borkenkäfer befallenem Holz in den Folgejahren nach Sturmereignissen ist immer eine Herausforderung. Dabei werden die Waldverbände die Waldbesitzer unterstützen", so Rosenstatter weiter.
Mitglieder zu verstärkter Nutzung motivieren
Die Waldverbände mit ihren knapp 58.000 Mitgliedern werden sich weiterhin intensiv für die Nutzung des Waldes einsetzen. „Die aktuellen Rahmenbedingungen am Holzmarkt lassen hoffen, dass sich die Einkommenssituation für unsere Mitglieder 2010 besser entwickelt als im letzten Jahr. Sollte die Nachfrage nach Nadelrundholz auf dem aktuellen Niveau bleiben oder sich weiter verbessern, rechnen wir mit einem Ergebnis, das an das gute ´Normaljahr´ 2005 anschließt", blickt Rosenstatter bereits mit Optimismus in die Zukunft. Zusätzlicher Schwerpunkt der Arbeit der Waldverbände im weiteren Jahresverlauf wird die Intensivierung der Beratung jener Waldeigentümern sein, die bisher kaum am Holzmarkt teilgenommen haben und vorwiegend für den Eigenbedarf produziert haben. „Viele Waldbesitzer wissen kaum über die tatsächlichen Potenziale ihres Waldes Bescheid. Mit einfachen Bewirtschaftungs- und Nutzungsplänen kann relativ rasch eine gute Basis für eine verstärkte Holznutzung erstellt werden, die gleichzeitig alle Aspekte der Nachhaltigkeit erfüllt", so Rosenstatter abschließend.
|