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Wie gesund ist unsere Waldwirtschaft? Diese Frage wurde am vergangenen Freitag, beim 19. Steirischen Waldbauerntag, in Oberwölz, an drei Fachexperten gestellt.
Kein geringerer, als Johannes Kübeck, Redakteur bei der Kleinen Zeitung, übernahm die Aufgabe der allgemeinen Untersuchung. Er kam zum Schluss, dass die Land- und Forstwirtschaft zwar im Kern gesund sei, doch gäbe es einige Schwachstellen. Was man heute wahrnimmt aus dem Wald, sind Schwammerl- und Mountainbikeverbote, Forststraßendiskussionen und Monokulturen.
Das Bild nach Außen müsse daher deutlich verbessert werden. Wichtige Themen und Leistungen gilt es besser und sympathischer darzustellen. Forstwirte brauchen die Öffentlichkeit, so der leidenschaftliche Appell, an die rund 300 anwesenden Waldbauern.
In seinem Befund stellt Martin Höbarth, Leiter der Forstabteilung in der Landwirtschaftskammer Österreich fest, dass 90 Prozent der Bevölkerung die Waldwirtschaft für in Ordnung befindet. Wichtig sei es den „Blutkreislauf“ aufrecht zu halten. Auch wenn es unter Beobachtung der Holzpreisentwicklung immer wieder zu „Fieberschüben“ käme, müsse der Industriestandort Steiermark und Österreich abgesichert werden. Klimawandel, Borkenkäfer und der Schutz des Eigentums, im Zusammenhang mit Natura 2000, seien die Themen die es mutig zu bearbeiten gäbe, ist Höbarth überzeugt
Den notwendigen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie betonte Hannes Pirstinger, Obmann der Waldwirtschaftsgemeinschaft Mur/Mürztal in seiner Diagnose. Er unterstrich einmal mehr, die Notwendigkeit einer fairen Zusammenarbeit unter den Marktpartnern und sprach sich gegen jedes Krankreden der Wirtschaft aus.
Einen würdigen Höhenpunkt der Veranstaltung nahmen die die Ehrungen verdienter Waldbauern ein. Das Ehepaar Bernhard und Elisabeth Miedel aus Oberwölz wurde für ihre vorbildliche Waldbewirtschaftung mit dem Waldwirtschaftspreis 2009 ausgezeichnet.
Der „Waldoskar“ wurde an August Pierer, ehemaliger Obmann der WWG Mur/Mürztal, für seine langjährigen Verdienste um den Waldverband Steiermark verliehen.
Dipl.-Ing. Stefan Zwettler
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