Sägerundholz
Eine rege Nachfrage nach allen Rundholzsortimenten prägte den steirischen Markt im September. Stabil blieben die Sägerundholzpreise im letzten Monat. Rund neun Prozent lag der Preis für das Fichtenleitsortiment über dem Vorjahreswert. Die Höchstpreise des Sortiments notierten zwischen 95 und 97 Euro. Gegenüber dem Vormonat wurde das Preisband von unten her regional um einen Euro enger geschnallt. Weiterhin konnten die Kiefernsortimente (2a und 2b+), die Zerspaner, sowie das Cx-Sortiment, um durchschnittlich einen Euro zulegen.
Das Rundholzaufkommen war saisonbedingt immer noch gering. In Verbindung mit den unbedeutenden Käferholzmengen wirkt sich diese Situation positiv auf die Preise aus. Wegen der Abschwächung der Konjunktur geben die Schnittholzpreise leicht nach, was sich aber noch nicht am Rundholzmarkt bemerkbar macht.
Durch die Betriebsstillstände der letzten Wochen haben sich die Vorräte der Sägeindustrie verbessert. In den kommenden Wochen werden die Sägerundholzpreise weiter leicht steigen. Aktuell laufen in den oststeirischen Bezirken großflächige Harvesternutzungen an.
Industrieholz
Der Schleifholzpreis bleibt auf dem Niveau vom Vormonat (47 Euro). Immerhin liegt er damit 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Faserholzmischpreis blieb weiterhin auf dem Niveau des Vormonats (37,6 Euro). Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Preissteigerung von 11 Prozent. Die normal bevorrateten Werke zeigen sich aufnahmefähig.
Pflegeempfehlung: Die aktuelle Preislage im Industrieholzsegment sollte dringend genutzt werden, um Pflegerückstände in jungen Beständen (z.B. Erstdurchforstungen) aufzuarbeiten. Besonders kostenintensive Maßnahmen im Seilgelände sind aktuell rentabel. Bei der Ausformung müssen dringend die Vorgaben der Holzhandelsusancen beachtet werden.
Laubholzzeit ist Submissionszeit
Bald läuft die Laubholzsaison an. Schon letztes Jahr wurden bei der steirischen Laubholzsubmission Rekorderlöse erzielt. Besonders gute Qualitäten von Bergahorn und Nuss wechselten den Besitzer.
Auch dieses Jahr werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder die dunkleren Holzarten wie Nuss, Eiche und Kirsche die besten Preise erlösen. Gleichzeitig wird auch der Dauerbrenner Bergahorn sehr gefragt sein. Anmeldungen erfolgen über den Waldverband Gmbh.
Quelle: ProHolz Steiermark
Absatzmärkte
Exportmarkt, Jänner bis Juni 2011
Während des Frühjahres war der Export von Nadelschnittholz stark und lag rund 6 Prozent über dem Vorjahr. Ab Mai, Juni wurde dieser Trend auf 3 Prozent eingebremst. Wichtigste Exportländer blieben Italien, Slowenien, Deutschland und Japan. Insgesamt betrug die Exportmenge bis Juli zirka 3 Millionen Kubikmeter.
Quelle: Holzkurier
In der gleichen Zeit entwickelte sich der Absatz von Lamellenholz (Brettsperr- und Brettschichtholz) stärker zurück. Zwischen Januar und April lag der Export noch 40 Prozent über dem Vorjahr. Zwei Monate später lag der Export nur noch 12 Prozent über der Vorjahresmenge. Die wichtigsten Exportziele waren Italien, Japan, Deutschland und Schweiz, wobei Italien wegen seiner schlechten Baukonjunktur die geringste Steigerung verzeichnete. Aufgefangen wurden diese Kontingente von der Schweiz und Deutschland.
Allgemein wird mit einer Verschlechterung der Konjunktur im Euroraum gerechnet. So zeigt auch die Schnitzi (Schnittholzmarkttrendziffer-Süd) gegenüber dem Vormonat einen marginalen Rückgang. Wegen der Absatzverschlechterung geht die Industrie davon aus, dass sich die Gesamtexportmenge bis Jahresende an die Vorjahresmenge angleicht.
Zweischneidige Schnittholzpreisentwicklung
Anfang August 2011 gaben etliche, der an der Wiener Warenbörse notierten Fichtenschnittholzsortimente geringfügig nach. Die Basispreise für Verkäufe von 4 bis 5 m langem Holz an den inländischen Großhandel sanken leicht um 2 bis 3 €/m³.
Preissteigerungen wurden hingegen beim Kieferschnittholz und beim KVH registriert. Die Lärche blieb auf dem Niveau der Vormonate.
Werkschließung bei Hasslacher Nordig Timber
Der Hasslacher-Standort Arnoldstein (Kärnten) hat am 5. August seine Produktion eingestellt. Hier durch wurde ein Konsolidierungsbedarf in die Tat umgesetzt.
In Zukunft werden die beiden verbleibenden Werke Liebenfels und Sachsenburg die Arnoldsteinsche Einschnittmenge übernehmen. Der regionale Rundholzbedarf bleibt somit der gleiche. Die Schließung wird keine direkten Auswirkungen auf den Rundpreise in der Süd-West-Steiermark haben.
DI (FH) Henning Fleßner,
Holzmarktreferat der Landwirtschaftskammer Steiermark
Das ganzheitliche und leistungsstarke Angebot. Für alle steirischen Waldbesitzer: