Waldverband Steiermark

Holzmarktbericht November

Holzmarktbericht November

Sägerundholz

Zwischen 97 und 98 Euro lagen die Höchstpreise für Fichte ABC 2a+ im vergangenen Monat. Das sind rund acht Prozent mehr als im Vorjahr. Gegenüber dem Vormonat konnte sich der Leitsortimentspreis um einen Euro verbessern. Trotz der leicht abflauenden Konjunktur auf den europäischen Schnittholzmärkten ist die Nachfrage nach Rundholz ungebrochen stark.

Auch die schlechteren Qualitäten rückten einheitlich um einen Euro nach. Positiv wirkt sich die hohe Nachfrage auch bei den Kiefernsortimenten aus. Wegen der Rundholzpreise weichen die Verarbeiter teilweise von Fichten- auf Kiefernrundholz aus. Das Sortiment 2b+ bringt zum Beispiel bis zu 71 Euro ein. Das sind sechs Euro oder zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Sehr wahrscheinlich wird der Preistrend in den kommenden Wochen vorhalten. In weiten Landesteilen werden bei der Sägeindustrie geringe Lagerstände beobachtet. Mit Ausnahmen (Obersteiermark) sind auch die Holzernteaktivitäten gering was für zusätzliche Preisstabilität sorgt. Somit wird auch in den kommenden Wintermonaten das Rundholzaufkommen im Wesentlichen den Preis bestimmen.

Laubholzzeit ist Submissionszeit

Bald läuft die Laubholzsaison an. Schon letztes Jahr wurden bei der steirischen Laubholzsubmission Rekorderlöse erzielt. Besonders gute Qualitäten von Bergahorn und Nuss wechselten den Besitzer.

Auch dieses Jahr werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder die dunkleren Holzarten wie Nuss, Eiche und Kirsche die besten Preise erlösen. Gleichzeitig wird auch der Dauerbrenner Bergahorn sehr gefragt sein. Anmeldungen erfolgen über den Waldverband (siehe Homepage oder Waldverband aktuell).

Preise_Werholzsubmission

Bilduntertext: Ergebnisse der Wertholzsubmission in Großwilfersdorf der letzten zehn Jahre.

Industrieholz

Der Schleifholzpreis bleibt auf dem Niveau vom Vormonat. Immerhin liegt er damit 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Faserholzmischpreis blieb weiterhin auf dem Niveau des Vormonats (37,6 Euro). Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Preissteigerung von 11 Prozent. Die normal bevorrateten Werke zeigen sich aufnahmefähig.

Außenhandel kühlt ab

Seit dem Frühjahr hat sich im Export von Schnittholz- und Halbfertigprodukten einiges verändert. Mit Beginn des Jahres war der Absatz in beiden Sparten stark. Beim Schnittholz lag der Frühjahrsabsatz rund 10 Prozent über dem Vorjahr. Bis Juni hingegen verringerte sich der Absatzvorsprung auf 3 Prozent. Die Exportmenge betrug bis Juni rund 3 Millionen Kubikmeter. (2010, insgesamt: 5 Millionen Kubikmeter)

Ähnlich zeigte sich das Lamellenholz (Brettsperr- und Brettschichtholz), welches zu dieser Zeit einen Mengenvorsprung von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufwies, der bis Juni auf 12 Prozent geschmolzen war. In dieser Zeit lag die Exportmenge bei rund 525 Kubikmeter.

Die wichtigsten Exportziele waren Italien, Japan, Deutschland und die Schweiz, wobei Italien wegen seiner schlechten Baukonjunktur die geringste Steigerung verzeichnete. Aufgefangen wurden diese Kontingente von der Schweiz und Deutschland.

Allgemein wird mit einer Verschlechterung der Konjunktur im Euroraum gerechnet. Deswegen geht die Industrie davon aus, dass sich die Gesamtexportmenge bis Jahresende an die Vorjahresmenge angleicht.

NSH-Export_bis_Juni_2011

Bilduntertext: Nadelschnittholz-Export bis einschließlich Juni 2011 im Vergleich zu 2010.

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